Direkt zum Hauptbereich

Posts

Meine Friedrichstaler Allee

Tag für Tag gehe ich diesen Weg entlang. Ein stiller Spaziergang, begleitet von Schmetterlingen, die lautlos umherschweben. Zur rechten und zur linken Seite stehen Bäume in voller grüner Pracht. Rechts entdecke ich Brennnesseln – ihre Blüten, reich an Vitamin C, leuchten im Licht. Links säumen Sträucher den Weg.  Ich weiß nicht, ob sie essbar sind oder einfach nur wild wachsen. Und doch verspüre ich den Impuls, einfach meine Hand auszustrecken, sie leicht zu streifen – und leise Hallo zu sagen. Die Bäume am Wegesrand, rechts und links, scheinen sich über den Weg hinweg die Hand zu reichen. Ihre Äste reichen hinüber zu den Bäumen auf der anderen Seite, und selbst das Grün und die Blätter, scheinen miteinander zu kommunizieren. Ich liebe es, diesen Weg zu gehen – denn jedes Mal entdecke ich etwas Neues. Die Grünflächen verändern sich ständig; manche Sträucher sind schon vertrocknet, und zu meiner Rechten sehe ich nun Brombeersträucher, die vor Kurzem noch gar nicht da waren. Das bede...

Einfach Brücken bauen

Brücken bauen Ich sitze gerade auf dem Balkon. Die Sonne steht schon etwas tiefer, mein frisch gepresster Karotten-, Orangen-, Zitronen-, Ingwer-Saft steht kühl und leuchtend neben mir. Ich strecke die Beine aus, atme durch, und entdecke einen Stapel Zeitschriften auf dem Tisch. Ich blättere einfach ein bisschen herum – ohne Ziel, einfach treiben lassen. Und dann springen mir plötzlich zwei Worte ins Auge: Brücken bauen . Zwei einfache Worte – und sofort ist da ein Impuls. Ein Gedanke, der mich nicht mehr loslässt. Brücken bauen – das begegnet uns doch ständig. Jeder spricht davon. Jeder hofft darauf. Und ja, das Thema berührt. Denn Brücken bedeuten Verbindung. Hoffnung. Zugang. Und auch Heilung. Gerade im Ahrtal, das durch die Flutkatastrophe 2021 so schwer getroffen wurde, ist dieses Thema ganz konkret. Dort wurde kürzlich eine neue Brücke eröffnet. Und wer das Ahrtal kennt, weiß: Viele Brücken wurden damals einfach weggespült. Sie waren plötzlich verschwunden – von einem Tag auf...

Einfach inspirieren lassen

 Zwischen Loslassen und Seinlassen – Gedanken am Rhein Ich liebe es, die Geschichten anderer Menschen zu lesen. Zu erfahren, wie sie ihr Leben meistern, welche Erfahrungen sie gemacht haben, was ihnen geholfen hat, weiterzukommen. Für mich gibt es kaum etwas Wertvolleres, als aus diesen Erlebnissen zu lernen, mich davon inspirieren zu lassen. Und genau deshalb schreibe ich auch selbst – weil es mir guttut, weil es mir Klarheit bringt, und weil ich hoffe, auch andere damit zu berühren. Gerade lese ich das Buch Die Kraft des Seinlassens von Joshua Becker. Ich habe es vor über einem Jahr geschenkt bekommen, aber damals war einfach nicht der richtige Zeitpunkt dafür. Ich war mitten in einem Prozess des Loslassens – emotional, mental, körperlich. Burnout. In dieser Phase konnte ich nichts von außen aufnehmen. Ich musste mich auf mich selbst konzentrieren. Den Lärm reduzieren. Den Druck rausnehmen. Den Boden unter den Füßen wiederfinden. Heute ist es anders. Heute war der Moment da, das ...

Einfach aufheben statt aufregen

Wie oft sehen wir Müll – und gehen weiter? Wie oft laufen wir an irgendeinem Stück Müll vorbei – im Wald, auf dem Gehweg, im Park – und denken innerlich: "Oh man, wer hat das da schon wieder hingeschmissen?" "So viel Müll überall." Und trotzdem gehen wir weiter. Vielleicht, weil wir denken, das sei nicht unsere Aufgabe. Vielleicht, weil’s gerade nicht passt. Vielleicht, weil wir’s einfach gewohnt sind. Ein Moment im Wald Vor Kurzem war ich im Wald spazieren, als mir eine leere Zigarettenschachtel auffiel. Sie lag mitten auf dem Weg. Ich dachte kurz: „Soll ich...?“ Und dann: „Ja.“ Ich hab einen Stock aufgehoben, die Schachtel damit aufgespießt – und dann stand ich da. Kein Mülleimer in Sicht. Also habe ich sie einfach mitgenommen. Sie fuhr dann eben mit mir ein paar Kilometer durch die Gegend, bis ich endlich einen passenden Ort zum Wegwerfen gefunden habe. Es war nicht bequem. Aber auch nicht schlimm. Und am Ende hatte ich ein gutes Gefühl: Ich hatte nicht wegges...

Es war einmal an einem Abend im April

❤️ Worte zum Abend ❤️ Guten Abend, ihr Lieben. Gerade eben bin ich durch Zufall – oder vielleicht war es Schicksal – Zeugin eines bewegenden Benefizkonzerts in einer Kirche in Durlach geworden. Die Kirchenglocken hatten laut geläutet, und meine Neugier führte mich hinein. Dort spielte ein begnadeter Trompeter: Reinhold Friedrich . Er ließ Töne erklingen, wie ich sie noch nie zuvor von einer Trompete gehört habe – so sanft, so feinfühlig, dass sie direkt ins Herz gingen. Ich war zutiefst berührt und voller Demut. Es war beeindruckend zu sehen, wie Musiker ihr Talent in den Dienst anderer stellen – nicht für Ruhm, sondern aus Mitgefühl und Verantwortung für die Gemeinschaft. Ich musste unweigerlich an das Ahrtal denken. An all die Menschen, die auch heute noch ihre Talente und Kräfte einsetzen, um anderen zu helfen – Hand in Hand, mit Mut und Menschlichkeit. Es wird so klar in solchen Momenten: Der Mensch braucht nicht viel, um Gutes zu tun – nur zwei Hände, zwei Beine, einen Verstand, e...

Pack einfach mal deine Eltern ein und.......

 ......mach mit ihnen einen Ausflug Gabi Ich Majid Ein Ausflug ins Erinnern Eigentlich wollten wir schon letzte Woche los, doch es ging meinem Vater nicht so gut – also haben wir kurzerhand umgeplant. Gestern war es dann soweit. Der Tag begann vielversprechend: Wir fuhren einfach los, hinaus ins Grüne, Richtung Calw. Allein der Weg dorthin war schon ein kleines Erlebnis. Im Zauberberg kehrten wir ein, genossen ein feines Mittagessen und den weiten Blick ins Tal – bis hinüber zu den Vogesen. Doch das Schönste war nicht das Essen, nicht die Aussicht. Es waren die Erinnerungen, die uns begleiteten: „Weißt du noch, damals…?“ „Ach, guck mal – hier hatten wir doch diese Autopanne!“ „Die Strecke bin ich auch schon mal gefahren, ganz sicher!“ Wir lachten über alte Geschichten, über kleine Missgeschicke, über all das, was sich mit der Zeit in liebevolle Anekdoten verwandelt hat. Und wir genossen diesen Tag, der zugleich so ruhig und doch so reich war. Heute sind wir gar nicht vielen Mens...

Einfach langsam machen

Langsamer leben – eine Einladung zum Innehalten Heute Morgen lag ich noch im Bett, als mir wieder dieses eine Thema durch den Kopf ging: langsamer machen . Es begleitet mich schon lange. Und vielleicht ist heute ein guter Tag, um dir davon zu erzählen – und dir eine kleine Inspiration mit auf den Weg zu geben: Deinen Tag bewusster zu gestalten. Dein Leben langsamer anzugehen.  Vom Müssen zum Sein Früher dachte ich, ich müsste jeden Tag bis zum Rand füllen. Möglichst viel erledigen, produktiv sein, keine Minute verschwenden. Und wenn am Abend noch etwas offen war, habe ich es einfach noch mit reingequetscht. Immer weiter, immer mehr. Heute sehe ich das anders. Ich genieße es inzwischen, einfach zu sein . Ohne den ständigen Druck, mich durch das, was ich tue, definieren zu müssen. Ohne das Gefühl, dass ich meinen Wert aus To-do-Listen ziehen muss. Langsam heißt nicht stehen bleiben Mit „langsam“ meine ich übrigens nicht, dass du dich wie eine Schnecke bewegen oder gar nichts ...